[Прогресс ist in sich]
Einen Schritt weiter, man tut was man kann.
Man erklimmt die Leiter, und wird doch entmannt.
Der Schwanz wird gleich kleiner und die Zunge hängt hervor.
Luft entweicht den Eiern, aber man steigt doch empor…
STERNZEIT 2011
ALLE FUNKTIONEN ARBEITEN ZUFRIEDENSTELLEND – ES LIEGEN NUR GERINGFÜGIGE FEHLERMELDUNGEN VOR AN DEREN BEHEBUNG MOMENTAN NICHT GEARBEITET WIRD, AUF GRUND TECHNISCHER UNZULÄNGLICHKEIT. WIR BITTEN DARUM, EVENTUELL AUFTRETENDE VERSTIMMUNGEN DER BÜRGERLICHEN BELEGSCHAFT ZU ENTSCHULDIGEN. BEI NICHT WEITER KOMMUNIZIERTEN PROBLEMEN SUCHEN SIE EINEN BEREITGESTELLTEN SCHUTZBUNKER AUF UND TRINKEN SIE KAMMILENTEE. WIR WERDEN UNS ZU GEGEBENER ZEIT MIT IHNEN AUSEINANDERSETZTEN.
ES GRÜSST: DER SYSTEMOPERATOR K.O.1
[Ein Zettel zeugt kein Buch!]
Abwasser ab über die Brüstung, die richtige Rüstung für jeden Ritter im Neusteinzeit-Paradies. Griessbrei für Reisszähne, Häme für den kleinen Geist… der scheisst noch grosse Stücke in die Verstopfung. Die Lücke in der Schöpfung ist nun zu. Trugschlüsse klopfen sanft an Barrikaden, mit Hasstiraden gegen Andersdenkende. Ein Monopol auf Meinung umgibt den Nebel der ganzen Formation…
Krach & Radau: Schlau wird nur der Graukopf-Aktivist, hisst er doch seine Fahne in die Schmierenwirtschaft, fingerleckend. Seine Botschaft: Schlieren an den Händen gibt es nicht! Schlicht & Einfach hält er sein Gericht: Mit Blutwurst, Schweinemagen, ein wundes Fleischgedicht in allen Ehren, damit will er das Wasser klären, diese miese trübe Brühe.
Siedende Emotionen brutzeln langsam vor sich hin am schäbigen Rost. Zäh entpuppt sich ein Dreck, kläglich träge, vor sich Hin & Her. Zwischen der Zeile kauert Hieb & Stich. Friss & Verderb auf Gedeihe & Vergeh! Brüllend biegt sich die Knitterpappe.
Schlaraffenland kaut sich anders! Faltig schmeckt der grosse Zeh & Je… Drum kackt der eine noch dem anderen in die alte Ecke. Auf der Fontanelle kräuselt sich ein einzig Haar ganz alleine vor sich Hin & Weg. Und Quasten tätscheln tastend formelle Proportionen Ab & Zu… la li lu singt kein Beelzebub!
Namen tragen viele Dinge… wenn Messer über Klippen springen, und Säbel dabei rauschen, dann hat sich meist ein Hund verlaufen.
Was soll man tun, was soll man lassen?
„Was soll man tun, was soll man lassen? – Eine simple Frage mit ungewöhnlich unkonkreten Beantwortungsmöglichkeiten… unkonventionelle Möglichkeiten der Aufklärung scheinen jedoch, zumindest theoretisch möglich. Praktisch geht die thematische Analyse jedoch weit über das Herkömmliche hinaus; ja sogar schießt sie über das Ziel empor, sozusagen. Zu tun gibt es bekanntlich einiges, zu lassen natürlich noch mehr. Der richtige Mix dieser Anlageformen scheint hier die Zufriedenheit von Individuen zu versprechen. Doch gibt es zahlreiche, verschiedene und weiträumig differenzierte Anweisungs- und Befehlsformeln, die das Leben der Subjekte dieser Ebene der Gesellschaft bestimmen, verstimmen oder zumindest doch beeinflussen. Die Konsequenzen scheinen endlos.”, kritzelte er zu Hause in sein kleines Molsekine-Buch. Er hätte dieses Gefasel auch endlos weiterführen können und betrachtete es als Experiment, möglichst viele Worte zu Papier zu bringen, ohne eine konkrete Aussage treffen zu müssen. Höchstwahrscheinlich bereiteten sich so zahlreiche Politiker und Wissenschaftler auf ihre Karrieren vor…
[Kulinarischer Imperativ]
Sei doch glücklich! Freue dich am Leben und nähre keine Neugier,
außer auf so feine Sachen, die sich an der Zunge vergehen möchten:
Aromaliebevoll, tollkühn, frisch und saftig treibt der Tort
sich geschlagenen Rahms immer weiter fort,
in einen warmen, feuchten Gaumen…
URBAN BANG – Malou’s Dream
[Das erste Fluctibus Musikvideo für die Münchner Band "URBAN BANG"; gefilmt in Moskau und Wolgograd mit einer pseudo-HD Kompaktfotokamera und dann am Rechner verhacktstückt; versäumt nicht die selbst abgezappelte Tanzeinlage ab 4.13; mehr Sound von den Jungs gibt es hier auf soundcloud und hier bei myspace]
[Polarisation]
Wenn und Aber
Kein und Abel
Schweigen und Gelaber
Messer und die Gabel
Gut und Böse
Ruhe und Getöse
Schwanz und Möse
Nadel und die Öse
Tag und Nacht
Dumm und bedacht
Hell und dunkel
Schöne Haut oder Furunkel
Mond und Sonne
Trauer und die Wonne
Der Herrscher und der Knecht
Verbrechen und das Recht
[Ein Pixeltanz]
Eine matte Scheibe glitzert, funkelt vor mir seine Akrobatik aus…
es gibt viel zu sehen. Ein wahrer, ernster Augenschmaus.
Das Licht pulsiert in kleine Schüben, bizarr und unberechenbar.
Ein Pixeltanz. Kein BluRay, Hdv oder gar 3d… es ist fast echt und klar!
Es ist ein Traum und doch kein Schummeln… Es ist ein Baum!
Dazwischen schimmert mir ein Glas. Und: Prost!
[Influenza Medialis]
Prinz Charles schwebt mir vor der Fresse.. mit seiner Fresse. Die Ohren sind das Markenzeichen, aber der ganze Mensch an sich ist ein Key-Visual seiner selbst. So markant; was will er hier, in meinem Hirn? Warum denke ich an ihn? Es ist MEIN Hirn! Und jetzt? Warum denke ich an Britney Spears, Reich-Ranicki, Thomas Gottschalk und dann an… Krieg. Warum? Dann erscheint mir der Florian Silbereisen, zwei, drei Rentner, ein Mädl von der Straße, ein Präsident, ein Klemptner… der Horst, der alte Seehofer und dann der Haider, dann Obama. Was ist denn da nur los? Hillary, der Papst und der Snoopy Doggy Dog; und… Stoiber, der FJS, die hohle Meier… und wieder ein Obama; McCain, old McDonalds und wieder einmal Strauß! Aber von dem SPD-Fritzen ist mir der Name doch entfallen, wenn ich ihn je wusste… Prinz Charles ist wieder da und flattert vor der Großhirnrinde hin&her. Oh Gott, sei gnädig!
Nur Viecher machen Dreck?
Aus aktuellem Anlass zum Chemieunglück in Ungarn wo das toxische Bauxit mit der Türe in viele Häuser gefallen ist… [ Mensch mach sauber | nur Viecher machen Dreck? Verstauchte chemische Substanzen infiltrieren dieses Netz | Sie lauern überall | meist noch unerkannt | völlig unentdeckt | keiner kennt sie alle | zu gut sind sie versteckt | im Mikrokosmos zärtlich eingelegt ]
Prima Materia!
Neo-Mystiker und Bio-Alchemisten, verklärte Aber-Aber-Geister, Paleo-Masochisten, Spießgesellenhirne, Halbdenkleiter und vernarrte Widerstreiter, zarte Seelen, harte Mannen, und das ewig lockend Weib mit Weißwein-Abgesängen, unsinnvolllose Countertenoristen, junge alte Gegenstreber, Freiverheißer, Meister jeder regen Zunft, Beamtoid-Kleinzeller, soziale Prädatoren, Beuteschematologen, Restbestand an Kellerloch-Astrologen, endzeitlose Zukunfts-Makler, Knalltüten-Theoretiker, geklärte Unwissenschaftler, Boulevard-Theologen, Hormontrieb-Ausgeburtler, überirdische Unterweltler, gutvermenschlichte Stimmungsbarone und alle anderen seltsamen Kreaturen auf der Ebene dieser jener Emanation: Die Psychosekte™ ruft nach Euch! >>
Ich bin das Opfer!
Der Sturm treibt sein Unwesen und fegt über die Häuser, durch die Gassen und durch die Köpfe dieser einsamen Spezies da draussen hinweg. Verwirrung und Unwohl… tun sich kund. Ich fühle es. Psychopharmaka sollen helfen. So sei es! Dann besucht man den Wohlfühl-Spezialisten. Im Internet hat man ihn gefunden und er ist der Experte. Ein weiser Mann. Noch nicht ganz alt. Gold verzierte Hände weisen einem den Weg in die Praxis, auf den Diwan. Ein Gespräch bahnt sich an. Wie man sich denn so fühle, möchte dieser Herr erkunden und sondiert Plattitüden. „Beschissen natürlich!“, antwortet man, sonst wäre man ja wohl nicht hier. Behutsam wird eine Brille zurechtgerückt, bis sie wieder auf dem Mittelpunkt der Nase weilt. Hände werden kurz gerieben. Man vernimmt einen leichten Seufzer und erspäht einen mitleidsvollen Blick. Ich bin das Opfer! Nur muss man jetzt damit beginnen, diese Rolle auch zu genießen. So viel Aufmerksamkeit bekommt man nur für hohe Stundensätze. Das muss sich auch lohnen. Aber dann: Standartprozedur! Die gute, alte Kindheit will er also bemühen, und fragt, und fragt, und fragt; nach Umständen, Konstellationen, Zusammenhängen, Erfahrungen und Misserfolgen. Ich kann ihm nichts dazu erzählen, zu fern ist das alles schon von mir weggetreten. Ich sage ihm, ich lebe voll und ganz im Jetzt, die Zukunft sei es, was mir Angst mache, mit der Vergangenheit hätte ich abgeschlossen. Die Stunde ist vorbei. Es wird ein neuer Termin vereinbart. Man schüttelt Hände. Man bedankt sich gegenseitig. Man geht; ohne Rezept in der Tasche. Es wird kein Wiedersehen geben, das fühle ich. [Auszug aus: Treffpunkt Couch – das nie geschriebene Buch]

Jenseits von Schrecken & Stille
Es ist still geworden um unsere Staatoberhäuptin. Nicht nur das Sommerloch frisst seine Kinder, auch die Ruhe selbst verbreitet nur Geschiedenheit, Abscheidung und ein wenig schlanken Schrecken. Keine klare Stimme vernimmt man, nicht ein rares Flüstern gar, erst recht kein laues Fürzchen. Gerade die politische Konkurrenz hegt Sehnsucht nach den weisen Orakeln der jenseitigen Führerin; doch schweigen ernten sie. Themen von Interesse müssen selbst verdaut und ausgeschieden werden.
[Impression: Vorwahlkampfliche Gemütsschwankungen 2005]
#!*@#!!!;%·? §-:
Der Anfang Deiner Love-Story! Hier im Teletext … Allein in der ersten Stunde gingen über 100.000 Anfragen ein … extra für den Makro-Geldbeutel … Durchschnittspreis 1,5 Millionen Euro … die Erschütterungen waren auch in der afghanischen Stadt Kabul zu spüren … Im Norden ist es anfangs noch freundlich … das war das Wetter … das Gefühl von M3 Power … jetzt mit Rasiergel und Reise-Ettui … frisch, pur … the Becks-Experience … Rain-Forrest-Allianz … für alle die Weihnachten nicht mehr erwarten können … reagieren Sie! … das wär doch nicht nötig gewesen … Mirakel Wip … neu … mild … sonnig frisch … Teilnahme-Sticker auf jedem Sechser-Pack … Sie sehen Kinder, Sie hören sie lachen … phantastische Produkte zu phantastischen Preisen … Das erste Mal ein voller Erfolg! … jetzt im Fachhandel … mit den Grüssen … von allen Jungs im Revier … Danke! … ich verbringe meine Freizeit lieber anders … sind Sie jemals als Frau benachteiligt worden? … der scheinbar plumpe Heimat-Gallop … zu Fuss und querfeldein … versteht sich … auch wir Palestinenser haben eine Gemeinschaft … nur durch einen besseren Unterschied … was sagt man da: Geil! … man muss sich doch nicht mehr sehen heute … Scruffy kommt zurück! … lassen Sie mich mal … hätten Sie gerne ein Tässchen Tee? … die für solche Aufgaben üblichen Aufwands-Entschädigungen … das Aufbrechen der Schale … mit Sekreten aus der After-Drüse … die Zebra-Langusten sind ebenfalls sehr häufig … ist das der richtige Weg? … heute haben 37.000 ihren Arbeitsplatz verloren … die nehmen keine Rücksicht … ich konnte keine Post mehr aufmachen … viel zu spät, sagt der Chef-Arzt der Uni-Klinik … Papst Benedikt der sechzehnte als Best-Zeller … [Intermezzo] … Erzieherische Massnahmen … Nachlässigkeit ist nicht das einzige Problem … wichtig! … den Gurt straffen … das hilft uns ja allen weiter … 1979 brannten mehrere Tanks … was für ein Alptraum … das Ergebnis = … und das mein Lieber … Nächster! … ein Abnutzungs-Gefecht … zu Hause … Hand aufs Herz … immer noch kein Kandidat … vielen Dank! … das ist ja auch ein bisschen schick … zumindest im Vergleich mit unserem durchschnittlichen europäischen Nachbarn … danach empfiehlt sich … Ja … dadurch steigt die Temperatur im Auto langsam an … so isses! … 44722 … schon ab 12 Cent pro Minute … 1 6 wählen … der Song Pussy-Cat … 1 Euro 79 … you be on my mind … sie hat sie ins Grübeln gebracht … Hallo … hat nichts gesagt … weiter gehts … schönen guten Abend … Premiere, heisst das … tschüss! … is ihnen jetzt auch so gegangen … liebe Zuschauer … [Intermezzo] … 5 … 4 … und drei … und? … sind Sie in der Leitung? … Jetzt! … Andrea … im Odenwald … Premerien … liebe Zuschauer … Neinnn! … Europaprämiere … mit der ganzen Familie essen gehen … und Sie ans Telefon … Achtung! Ruhe jetzt … ich will das es jetzt hier um 5 Uhr knallt … Achtung! Achtung! … ich zeig Ihnen jetzt, liebe Zuschauer … knallt es 5 vor halb … 9 … 8 … 7 … 6, 5, 4, 3 … 2 … und es muss jetzt knallen … liebes Publikum … Hallo … 400 € für 900 Buchstaben … Achtung! … Trommelwirbel … Sie kriegen 400 € für dieses eine Wort … zur richtigen Zeit am richtigen Ort … so … jetzt … und haben Sies? … auch wenn Sie erst eingeschaltet haben … [Intermezzo] … ein gigantischer Hauptgewinn von 3.500 € Hallo? … irgendeiner dabei? … was macht man mit dem Geld? … Achtung! … was ist den Los? … 3.500 € … die müssen raus … meine Damen, meine Herren … immer noch kein Kandidat … Achtung! … Jetzt … Aaaaaaachtung! … !!! … wenn Sie Lust haben … 0,49 € pro Anruf … 3.500 € … was ist da los? … jetzt kommen Sie! … meine Damen, meine Herren, das ist Ihr Geld, Sie brauchen doch nur zulangen … Sie können nur gewinnen! … das Spiel ist offen … 4.000 € … ich will jetzt einen Kandidaten haben! … irgendwann ist jemand da … Gartenzaun ist falsch … liebe Zuschauer … und Zuschauerinnen … es wurde immer noch kein Kandidat ausgewählt … immer noch kein Kandidat!
<Unvollständiges Fernsehprotokoll: Sat 1 12.12.2005 Nachts / Ich erinnere mich noch gut: der Moderator wurde zunehmend verzweifelter, weil kein Zuschauer, wenn es denn überhaupt einen gab, so dumm war, bei ihm anzurufen. Die Menschen fangen an das Spiel zu durchschauen: (*Drecking) HaHa HaHa HaHa HaHa HaHa!>
Klotzen & Meckern
Vorwärts, weiter, schneller jetzt
Wachstum wollen wir schaffen!
Der Mensch, der kommt zu aller Letzt
Hört zu Ihr Sklavenaffen!
.
Das letzte Quentchen holen wir raus
Da gibt es nichts zu meckern!
Groß baut Ihr mein Staatenhaus
Da kann man doch nicht kleckern!
.
Gefühle habt Ihr nicht zu haben
Die schalten wir euch aus!
Gedanken sollen euch auch nicht plagen
Sonst schmeiß ich euch alle raus!
Weites leeres Land…
Hier kann meine neueste Audio-Ausgeburt angehört werden,
aber Vorsicht sei geboten, das Stück dauert 7 Minuten 23 Sekunden:
[Leider muss man etwas aufdrehen, im Rausche des Schaffens habe
ich nicht bemerkt, dass ich alles zu leise aufgenommen habe ):]
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Und hier noch mal zum mitlesen:
“Weites leeres Land ergießt sich meinem Blicke,
aber nur wenn ich die Augen fest zusammendrücke.”
Warum? Darum!
“Die Realität der Welt, total entstellt, in Bilden eingefangen,
dann digitalisiert, mit Statistik angefüttert und dann fehlinterpretiert.”
In dieser herrlichen von Photonengeneratoren erleuchteten und benzol-duftigen Nacht bewegte ich meinen Körper durch den Asphalt, ständig begleitet von den unzähligen Schatten meiner selbst, die sich vom Rückenlicht angetrieben auf den Boden projektierten. Mehrrädrige Vehikel streiften mich mit dem Luftdruck erzeugt durch rasende Velozität.
Mein Gedanke galt der Nahrungsaufnahme, als ich mich dem überdimensionalen Konsumkasten näherte, welcher zwischen den raumverschlingenden Betonbauten hervorklaffte. Die Häuser waren schematisch ausgerichtet und verliefen wie auf einem Raster. Inmitten aller Herbergen und Unterkünfte standen die Stätten der Bedürfnisbefriedigung. Feierliche Wandplakaterie kündigte von einem Fest der Neuerungen und des Rausches am Konsum. Hier lag das Paradies auf der Lauer.
In den Katakomben der Einwegmassenartikel angekommen schlenderten mir possierliche Wesen entgegen. Eingepackt in die bunte Vielfältigkeit ihres Wahnsinns, griffen sie nach all den polyvinylchloriden Verpackungen, welche für sie Erfahrungswerte darzustellen schienen. Bei manchen funkelte das Antlitz förmlich, bei anderen verblasste der Blick in Richtung des Überangebots.
Vom Glück geblendet umherirrend stiess ich auf die Regale welche mit Körper-Instandhaltungsmitteln gespickt waren. Ich sah mich konfrontiert mit Gerätschaften der Intimzonen-Wachstumsbändigung, sowie mit zellstoffgefaserten Exkrement-Abtupfern auf pflanzlich-chemischer Basis. Am häufigsten traten mir Pasten und Salben ins Auge, welche darauf aus waren die Erscheinungen des Alters zu vertuschen.
Obskurfarbene Tinkturen versprachen die Befreiung von Bakterioiden jeglicher Art.
All das bestärkte den Drang in mir mich wieder der Nahrungsaufnahme zu widmen.
Vielerlei schizophrene Produkte warben nach mir um einen Hauch in meinem Unterbewusstsein zu ergattern der mich zum Kauf animieren sollte. Ihre wahres Gesicht entblößen sie in Form von Fettleibigkeit, Zahnfleischschwund und Krebs, mal abgesehen von dem Suchtfaktor, hervorgerufen durch geschmacksverstärkende Substanzen.
In der Not der richtigen Auswahl ergriff ich wahllos Produkte und versuchte in den Geistesstillstand zu flüchten. Das ganze erschien mir höchst polytoxikoman. Und just in diesem Momentum erfassten meine hängegebeutelten Augen die Gesundheitsabteilung, wo chemische Keulen und Placebo-Pillen feilgeboten wurden. Vielseitig gefärbte Vitaminkapseln, welche sich im Organismus schrapnellartig ausbreiten und andere Präparate.
Mein Gehirn wurde von Stagnation erfasst und meine Begierde war auf künstliche Endorphine in Form von Schokoguß fixiert. Ohne jeden Zweifel war nun die Zeit gekommen diesem Tempel zu entschwinden.
Leblose technische Kadaver, die dafür geschaffen waren den Mensch der esoterischen Einheit seiner kranken Wünsche näher zu bringen, funkelten unter den Reflexionen der halogenen Scheinwerferflut als ich den Weg durch die Hightech-Kathedrale zurücklegte. Von den flackernden Dioden der Equalizer, Leuchtdisplays und Stand-by-Knöpfe wurde mein Sehnerv von Photonen beschossen um in mir die Sehnsucht nach fernen Galaxien zu wecken.
Die in strahlender Verschwendung badenden Atomstrom-Katalysatoren verrieten Heißhunger…
Stimulierte Großhirnrinde
trocken, grandios und furchtbar
sprudelt mir ein quasselstrom empor.
verlockend, seriös und fruchtbar
tönt mir das gedröhn doch klagevoll ins innere ohr.
geschwind verrennt sich doch so zaghaft mancher quell
auf sanftem bass gediegen… stimuliert die hirnhaut graziös.
ein feiner wirbel tut sich kund, niederfrequenziell und schön…
bestimmt mein bein zum zucken noch zu bringen.
ein quäntchen mehr noch gleich davon
und mein geist fängt an zu springen.
doch schwingen nur elektrolyte auf einer großmembran…
feucht wird mancher schritt dabei
und wässrig stampft der fuss auf fladen.
klamm und heimlich greift der beat noch nach den klauen,
die laserfuntzel zappelt und kalter rauch erklimmt die nüster,
auf die blanke kacke hauen ist das einzige gelüster.
mager wird dann nur die zeit danach.
doch noch knackt und britzelt, knistert es,
die luft ist voll erfüllt mit rauschen…
das einzige was bleibt ist dort hinein zu tauchen…
Aus aktuellem Anlass: Das BASSart Festival findet wieder in München statt.
Und diesmal: Falsch ist dabei. Im namen der Fluctibus Factory darf er dort
seine Photos aufhängen (HDRs zwischen München und Moskau)…
Das ganze findet statt in einer Art Lounge im “Forum Deutsches Museum”.
Für soundunterstüzung sorgen Urban Bang, Emerge Mc, ContraBassiticco!
Seit herzlich eingeladen und kommt zahlreich. Mehr Infos >>
Der Katz!
Wellenförmig liegt die schlanke Katz unter dem Asphalt herum, der Magen umgedreht.
Ein beissender Gestank umgibt den stillen Tanz.
Träge Fliegen schwirren, Maden laben sich am Fleisch.
Die Knochen biegen sich, gepaart mit Fell und ein paar Zweigen.
Ein Stummel Kippe ziert das Ganze und die Sonne gibt noch Glanz dazu.
Das arme Tier, es hat nun seine Ruh…
Querulantentum 1.0
Wunderbar! Heute befand ich mich in einer nicht namentlich genannten Kleinstadt und parkte dort in einer größeren Tiefgarage meinen Leihwagen (!). Ich kam gegen zehn. Es waren noch sehr viele Parkplätze frei. Zugegeben: Aus Zeitermangelung war das Parken etwas ungeschickt gelungen, aber jeder mit etwas Geschick hätte sich da trotzdem noch daneben reinfummeln können. Sei es drum. Als ich wieder kam, nur eine Stund später, waren immer noch viele Parkplätze frei. Also keine Not am Platz vorhanden!!! Und doch hielt es irgendein seltsamer Zeitgenosse für nötig mir den folgenden Zettel an die Windschutzscheibe zu heften.
Die besagte Person befand das Verfassen dieser Nachricht für so wichtig, das sie sogar extra noch das Schreibutensil wechselte, nachdem das erste anscheinend den Geist aufgegeben hatte. Mal abgesehen davon ob ein A3 2-Türer jetzt ein großes Auto ist, oder nicht, unterstellt mir diese, in Anonymität auftretende feige Sau, mein Gehirn sei klein! Selbst wenn dem so wäre, ich hab noch nie reingeschaut, diskriminiert mich diese absolute, anatomische Feststellung. Aber damit kann ich noch leben. Ich ziehe nicht vor Gericht gegen Unbekannt. Aber Anstandslosigkeit… wie? Die kann ich Ihnen zeigen, Sie arrogant ausgekotztes mieses Stück, alte, wahrscheinlich stinkende, vor sich hin vegetierende, vergammelnde Biomasse. Sie geistig vertrockneter, unausgelasteter, halb verblichener, schlimmer, roher Mensch. Bringen Sie Ihre Energie doch mal für was anderes auf als Querulantentum! Sicherlich denken Sie das Sie etwas Besseres sind, aber ich kann Sie getrost beunruhigen: Sie sind Scheisse! Und mit Verlaub: Ich hasse Sie von Herzen! Sie Arschloch, Sie! Na? War das jetzt anständig genug für Ihren kleinbürgerlichen, armseeligen Spießer-Geschmack?
Hacke oder Schiessgewehr?
Zum traurigen Jahrestag vom Amoklauf in Winnenden. Hacke oder Schiessgewehr? Auto, Messer, oder Bruchglas von der Weinkaraffe? Eigentlich ist alles Waffe. Man fragt sich nur was als nächstes kommt, und wer als nächstes kommt. Das psychopathische Kapital in der Gesellschaft scheint gross. Das ging mir zumindest letztes Jahr durch den Kopf, da habe ich dieses Bild gekritzelt.
Scheiße auf den Lippen & Quatsch im Gehirn
Vulgarität (Adjektiv: „vulgär“; synonym „ordinär“,[1] zumeist adjektivisch gebraucht) bezeichnet die Eigenschaft des Unkultivierten, Gewöhnlichen, Niederen oder auch Unflätigen. Vulgär im letzteren Sinne bezeichnet insbesondere Sprachelemente, Verhaltensmuster und Handlungen, die bezüglich vorherrschender Normen als tabu gelten. Beispielsweise werden Vulgärsprache, grobe Umgangsformen und rüpelhaftes Benehmen, oder das aufdringliche Zurschaustellen von Reichtum oder sexuellen „Vorzügen“ als vulgär empfunden. Vulgär bedeutet ein abwertendes Urteil – beispielsweise als Ausdruck individuellen Geschmacks oder sozialer Zugehörigkeit des Urteilenden. Grundsätzlich bedeutet das Wort bloß schlicht (nach dem französischen Wort vulgaire = gewöhnlich, was aus dem lateinischen vulgus/volgus = Volk abgeleitet wurde); somit auch „das Gewöhnliche“, „das dem einfachen Volk (als Gegensatz zum Adel) Entstammende“. In diesem Sinn ist auch der Begriff Vulgärlatein zu verstehen: Die lateinische Sprache des einfachen Volkes. „Vulgarität“ im engeren Sinn wird dann eher dem „gemeinen Volk“ (lateinisch: vulgus profanum) zugeschrieben. In diesem Zusammenhang wird der Begriff auch als einfach, oberflächlich oder (in wissenschaftlicher Argumentation) als unwissenschaftlich verstanden. Theodor W. Adorno spricht von Vulgarität im Kontext menschlicher Integration vom „Einverstandensein mit der eigenen Erniedrigung“. Martin Heidegger benutzt in Sein und Zeit den Begriff „vulgäre Gewissensauslegung“, um die Rede vom Gewissen nach landläufiger, gewöhnlicher Auffassung vom ontologisch gefassten Gewissensbegriff abzuheben. Das muss man sich mal wieder in Erinnerung rufen! [Danke Wikipedia]
[D-Promi(skuität)]
“Wie, was, wo und wann? Bin ich endlich dran? Ja wo bin ich überhaupt? Ist das nur ein Spiel, oder hat man mich dem Hirn beraubt? Ist das denn das Ziel? Zuviel! Ich bin es! Hallo ICH bin da! Ist das wunderbar, jetzt bin ich endlich an der Reihe…
Ich bin kein Klon, kein Zar, und auch kein Kaiser gar! Kein Knecht, und erst recht kein Hafenarbeiter… Ich bin nur der ich bin, das kann ich wahrlich sagen, aber wer ich wirklich bin, daran muss ich verzagen. Wer ich nicht bin kann ich sagen: Kein Politikgenosse, keine Wunderleitersprosse, keine Glosse im Glossar, wie gesagt, auch kein Zar, kein König, Vizekanzler, auch kein Hans im Glück… aber auch kein mieses Stück: Ich bin nur der ich bin, und das ist wahr! Was und wer das ist, das ist noch nicht so klar. Ich könnte jeder sein! Aber niemals niemand! Da bin ich lieber Zar in meinen Träumen, bis sie mir die Wohnung räumen und den Fernseher pfänden. Dann erst werde ich verenden in meiner Existenz. Aber lass ich meine Lenden spielen, werden die Dielen wieder knarzen, keiner wird mehr scherzen und ich erobere die Welt zurück! Für kurze Zeit, da bin ich wieder wer, keiner kann mir was, denn alle werden schreiben und sich mein Schicksal einverleiben, mit Genuss!
Das Zahnrad greift doch in einander: Ich trage Armani & Gill Sander! Der Ander trinkt sein Bier in Ruhe. Fischrestestäbchen aus der Iglu-Truhe. Tiefverkühlt. Puma ist mein Freund und Helfer. Lila ist die Milkakuh und Haribo mein Alkaselzer. Aber Puma ist mein Schuh! Und der iPod mein Gehör. Auf Ewig BMW und Porsche, dann werd ich selig. Durch ein Öhr von Nadeln würd ich gehen für ein Dresdnerbank-Dahrlehen. Ich brauche auch den Bauvertrag zum Sparen, und den Plasmafernseher an der Wand. Meine Hand soll nur Gold drücken. Beste Krawatte und Zuckerwatte für die vielen Kinder, Rindersteak massiert und Kaviar im ganzen Leib. Champagner auf der Lippe, eine Titte in der rechten Hand und einen Schmauch von Zaster, das macht mich charmant!”
Märchenschund
Gränsel und Hetel wingen in den Gald und trafen den gekaterten Stiefel,
der ihnen von Weeschnittchen und den ziegen Serben erzählte.
Die höse Kebluchenxehe trat dem bolden Lauberzehrling in die Weingeeide,
so dass aus dem Kroschfönig kein Pärchenmrinz mehr werden konnte.
Paschenuttel quasselte einsam vor sich hin…
Rorndöschen verstörte sich an ihr selbst…
“Wieglein, Wieglein an der Spand,
wer ist die wönste im ganzen Schland?”
fragte die köse Bönigin.
Koträppchen sang mit den mösen Golf
und Moßgrütterchen schmeckte zäh!
Die gieben Scheißlein sahen die Feejungsau.
Und Stumpelrielchen sprach die Goral von der Meschichte: Schammerjade!
[Von Esoterikern schon lange vermutet: In Märchen verstecken sich subliminale Botschaften, die natürlich, wie könnte es anders sein, nur böses bei den lieben Kleinen verursachen. Früh von unchristlichen, asozial gesinnten Geistern eingearbeitet, wollen diese Geschichten unsere doch so geordnete, gut funktionierende Welt in ein blankes Chaos werfen :-0. Was bleibt ist die Furcht und retten kann uns sowieso nur Je$us.
Ein Wunder das wir es so weit gebracht haben, oder was?]
Nichts = Mir Das Liebste!
[Hier noch mal als Klartext: Man muss immer weiter! Der blöde Weg ist das Ziel! Wo führt er hin? Zu einem neuen Weg. Und zu einem neuen Ziel!!! Kreislauf oder doch Spirale? Wo führt das alles denn nur hin? Zum Ziel vielleicht??? Eventuell... na dann mal weiter ohne Plan! Viel Spass dabei. Ich will nur noch Nichts. Das ist mir das Liebste. Herstellungsdatum Ende 2009]
Guten Mut zur Hässlichkeit!
Wo soll man anfangen, was soll man sagen, wenn man geistig und emotional konsequent durchgespült ist? Man kennt nur Symptome, kaum Ursachen. Zwar liegen sie nah vor einem, aber man möchte sie nicht wahrhaben. Es schmerzt! Die Unausweichlichkeit auf der Zunge ringt man nach Antworten, um der Antwort willen. Trotzdem bleiben nur Fragen. Fragen. Unausweichliche, unbarmherzige, unumgehbare Fragen über Fragen über Fragen. Man hat sie alle satt, gemästet liegt man dort rum, die Fragen gären im Bauch und weiten sich ständig aus und aus. Und ab und zu vernimmt man sie, als mieses kleines Fürzchen, das man sofort energisch wegwedelt. Und noch mehr frisst man in sich hinein. Denn es gibt kein Ventil dafür ohne andere zu schädigen. Also immer rein damit! Bis man letztendlich unter dem gewaltigen Druck, der sich dort aufgestaut hat zerplatzt. Dann bekommt auch die Umwelt etwas davon mit. Belastbarkeit, ja hat man die denn wirklich? Wie weit geht sie? Wann zerschellt der Sarg den man um sich gehüllt hat, als quasi geistige Leiche, an der nächsten übermächtigen gesellschaftlichen Klippe die man nicht umschippen kann? Wohin geht mein Hass dann? Zurück zu mir, führt er, da wo er herkommt, da wo er hingehört, der Arsch! Energie vergeht nicht, sie wandelt sich nur um. Soll man meinen. Also stehe ich unter Strom. Nun gut. Genug! Ein feines Aggressionspotenzial darf nicht verschwendet werden. Also ran an den Speck! Es muss etwas geschehen. Man muss nicht vernichtende Destruktivität ausleben, man kann auch einfach nur Hässliches schaffen, ohne etwas zu zerstören. Das sieht man doch heut allerorten. Mein Blick geht hin zur architektonischen Entwicklung, zur modernen Kunst, zur maroden Weltwirtschaft, zur phrasenvollen Politik. Das ist hässlich! Wie ist es nur um den Geisteszustand des Homo, ach doch so, Sapiens bestellt? Die Symptome deutend, kann es nur katastrophal sein.
Schön und gut: Also guten Mut zur Hässlichkeit!
Autosuggestion
Ich glaube das triffts momentan ganz gut. Die Situation an sich ist ja schon strapaziös. Man sage: “Es wird immer besser werden”, jeden morgen mehrfach vor sich hin. Émile Coués Methode der Autosuggestion wird mich noch in den absoluten Wahnsinn treiben, sie ist ja auch schon fast 150 Jahre alt. Juhu! Das Jubiläum ruft! Was? Ich glaub ich muss bald kotzen bei all den Jubilarien…
Schimpf und Schande
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Pest durch Worte, Schimpf und Schande,
jedes Wort, gleich welcher Lande
Auf des Wortes Weges Klagen,
Spott und Geifer, Wortverheißer,
Klagelieder, schuppiges Gefieder
Hinterm Rücken Lachende
Wortverdreher, Fintenleger,
Jammertal der Narretei,
Scharlatane alle gleich
Pest durch Worte, Schimpf und Schande,
jedes Wort, gleich welcher Lande
Unverändert geht der Tag,
Tag ein Tag aus einher
Wer dem Rhytmus unterlag,
dem wurde es nicht schwer
Folge nun dem Pfad der Weihe
und werde gleich wie sie
Dann bist du an der Reihe,
zu lügen so wie nie
Pest durch Worte, Schimpf und Schande,
schmieden wir nun unsere Bande
“Mann muss heute schön sein.”
Tiefgreifende Überlegungen über eine Schönheitsoperation hegte ich bisher wirklich nicht. Na klar, im Alter ab 30 tun sich schon langsam kleinere Makelhaftigkeiten auf. Die Augen seien schattiert, der Magen sitzt nicht mehr nur im Bauch, das Haar verliert sich manchmal auf unergründlichen Wegen. Gott sei Dank tat sich mir das Prorrrsche-Magazin* “Prorrrsche Club Life 02/09* auf! (Das ich übrigens aus unerfindlichen Gründen zugeschickt bekomme) Denn es schafft Abhilfe in Form eines absolut als redaktionell zu erachtenden Artikels, dessen Überschrift Sie aus der Headline dieses Eintrags erlesen können.
Dann geht es weiter: “Studien belegen, dass mit der Attraktivität, der selbstbewussten Ausstrahlung die Erfolgschancen sowohl privat als auch beruflich steigen. Das gilt auch für Männer.” (Kommasetzung übernommen, Rechtschreibfehler unterstellt)
Den Fliesstext überlasse ich (fast) der freien Interpretation: “Welche Möglichkeiten (Fettung beibehaten. Red.) es gibt, dem nachzuhelfen erklärt Dr. Grrrharrt Fleischbastler* von der Specksarg Klinik*: “Zehn bis 15 Prozent der Behandlungen in der Specksarg Klinik* werden bereits bei Männern durchgeführt. Dabei plagen die Männer dieselben Sorgen wie die Frauen: Im Vordergrund stehen Falten, die sie älter wirken lassen, als sie tatsächlich sind, (Ach echt? Plattitüde unterstellt. Red.) gefolgt von vermehrter Fettlagerung an Bauch und Hüfte (Nur bei Rind und Schwein erwünscht. Red.). Dabei haben Männer den Wunsch, einfach gesund und vital zu wirken (Weitere Plattitüde? Red.), ohne einem Schönheitsideal nachzueifern (Ach ne! Ja… äh. Red.).” Egal welche Zone Ihres Körpers (Redaktion: Der Artikel springt nach Zitat-Ende in die direkte Anrede über) (Doppelkinn, Bauch u.a.) sich beim Blick in den Spiegel als tägliche Belastung für Sie erweist – das Expertenteam steht Ihnen gerne unterstützend zu Verfügung! (Ausrufezeichen. Bumm! Red.) Es sind die Fachärzte der Specksarg Klinik*, die Ihnen helfen können. (Hier trennt ein kleiner schwarzer Kasten die redaktionelle Arbeit von dem Anzeigenteil. Red.) Alle Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auch direkt unter www.specksargklinik.de*
Hier endet der Artikel. Der Leser hat den Mehrwehrt, den Ratschlag zu erhalten, viel Geld für eine optische Illusion auszugeben, inklusive Risiken, oder sich zumindest einmal kritisch selbst zu beäugen und eventuell auch schlecht zu fühlen.
*Namen von der Redaktion aus schiss-rechtlichen Gründen geändert
Jeder ist sein böser Held
So! Noch ein Gedicht aus 2001, auch in Ton gefasst mit Pulco Blu.
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Schwere Sohlen schleifen durch den Sand
einer neuen Welt entgegen, wider den Verstand:
“Alles muss verheizet werden, schnell und elegant!”
Effizienzgeschult, benommen,
raubt man uns die Welt.
Nur sind sie auf den Hund gekommen,
wenn der Plan zerfällt.
Vom Geld zerquält,
da beugen sich die Massen,
fangen an die Welt zu hassen,
und jeden Mensch auf ihr.
Vom Fernsehen unterfordert,
quasselnd, ertränkt man sich mit Bier.
“Zurück zum Tier!”,
ruft man zu Ihnen.
Denn sie sollen nicht mehr dienen
Jeder ist sein böser Held.
Der Mensch
Hier ein Gedicht von mir geschrieben in 2001, ein paar Jahre später mit Pulco Blu in Ton gefasst. (Für alle Wichtigtuer: Mir ist gewiss das Grönemeyer sein Album/Track auch schon “Mensch” genannt hat, aber, ich war früher dran. Wer mich verklagen will, bitte: winkeladvokat[ä†]relaunchgermany.org)
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Große Taten habe ich vollbracht
Viel gesehen, viel gemacht
Städte aufgebaut, bewohnt, zerstört
Nun steh ich hier gestört…
An alle Zeitalter erinnere ich mich… verstört
Es war so wie man es sich denkt
Wenn man man sich zu viel einschenkt
Und dann, im Rausch, sich selbst ertränkt
Träume hatte ich einmal viele
Aber viel zu wenig nahe Ziele!
26 Knoten – Tiefenhygiene!

Fragmente aus dem Fernsehen, bruchstückhaft... angsteinflössend
Weitere, bezeichnende Fernsehprotokolle gibt es hier: fluctibus.com/frensehprotokolle
Am Ende grämte die Schöpfung schon dem Anfang.
»Wenn die Früchte Fabeln tragen
Und die Fische nüchtern klagen
Bis die Gräten in die Höhe ragen
Wird ein Greis geboren werden
Der wandelt unter vielen Herden
Vom Anfang bis zum End auf Erden«
Am Ende grämte die Schöpfung schon dem Anfang. Großen Anklang fand der Widerhall der Hoffnung noch bevor er in die Fluchtpunkte des Horizonts zu fliehen gesuchte. Hin und her geschlagen wurden Ideen, Gedanken und Kreationen. Wie ranzige Butter verlief sich alles in einem Brei von undefinierbarer Quäkerei kondensierten Geschreis. Aufgebrachte, wütende Anführer positionierten sich am Markt um ihre Sonder-Heils-Angebote in alle vier Himmelsrichtungen hinauszuposaunen, so dass sich ihre selber so gequält klingenden Sprach- und Wortbotschaften über den ganzen Globus ergießen konnten.
»Unkraut wächst auf technisierten Pfaden,
jeder wollte jedem an den Kragen.
Lechzend nach des Abendmahles Gaben.
Schwer im Magen liegt es denen,
die sich nach viel mehr nun sehnen
und sich danach die Glieder dehnen.«
Was für ein Erwachen! Nach der Finsternis wo kein Raum mehr war. Eine blinde Welt im Sog der Partikelströme. Chemie im Gehirn und Licht und Schatten. Die klamme Droge nicht mehr und nicht weniger. Botenstoffe die sich gegenseitig aus der Reserve locken. Amöben kreuchen, keuchend über Bindehäute, welche die Informationen der Isolation durch Visualisierung zu kompensieren suchten. Riesige Wasserstoffgebälke zogen immerfort über den nichtigen Standort dieses Lebens tapfer hinweg. Der Horizont krümmte sich vor Schmerzen, besorgt über seine neueste Wetterausgeburt.






![Prima Materia [Aquarell by Falsch] Prima Materia](http://www.relaunchgermany.org/wp-content/PrimaMateria.jpg)










